Mittelfristige Preisentwicklung bei Immobilien
Preisentwicklung bei Eigenheimen und Wohnungen
Wohnungsnachfrage wird steigen
Nach dem Artikel "Landesbausparkassen machen Mut" der FAZ.NET vom 13. Juni 2008, der sich auf Informationen der Landesbausparkassen beruft, wird die Wohnungsnachfrage in Deutschland in den nächsten "Monaten und Jahren" spürbar ansteigen und für positive "Impulse" in der Baubranche sorgen. Als Gründe werden die seit Jahren niedrigen Bauzinsen, rückläufige Baugenehmigungen und eine bessere konjunkturelle Lage, gefolgt von einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt genannt.
Besonders die jahrelang anhaltenden "rückläufigen Baugenehmigungen", die im letzten Jahr laut LBS auf dem "niedrigsten Stand seit 1949" lagen, verknappen zunehmend das Wohnungsangebot bei einer gleichzeitigen, vom statistischen Bundesamt prognostizierten, Zunahme von "1 Million privaten Haushalten bis 2020". Als weitere Kennzahl nennt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, dass der derzeitige Bedarf an neuen Wohnungen bei mindestens 50% über den Neubauten liegt.
Für Besitzer von einem Eigenheim oder einer Wohnung ist das sicher eine gute Nachricht. Aus den Informationen lässt sich relativ einfach ableiten, dass umso länger die Baugenehmigungen niedrig bleiben, desto stärker die Preise für Immobilien in den nächsten Jahren steigen werden. Besonders bei Eigentumswohnungen sollte eine längere Preissteigerungsphase eintreten, da die Nachfrage hier schon allein aus finanzieller Sicht steigen müsste. So sind bei Wohnungen die Unterhaltskosten relativ niedriger und bilden auf diese Weise eine günstige Alternative zum Eigenheim.
Positive Preisentwicklung in Ballungsräumen
Immobilien in Ballungsräumen profitieren bereits jetzt von steigenden Preisen, wegen einer zentralen Lage, guter Infrastruktur und z.B. durch kürzere Entfernungen zum Arbeitsplatz, was bei steigenden Kraftstoffpreisen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dies könnte sich im Gegenzug negativ auf die Immobilienpreise in Vororten auswirken, wenn die Zahl der Pendler (potentielle Einwohner) sinkt. Die Frage bei Vororten wäre in diesem Fall, wie stark der Anteil der Pendler im Vergleich zu den Einwohnern ist und ob alternative Verkehrsmittel zu Verfügung stehen, wie z.B. Bahn oder Schnellbusse.
