09.04.2010
Architektur Trends für das Einfamilienhaus
Architektur ist wie fast alles im Leben vielfältig und immer auch eine Geschmacksfrage. Wer ein Haus bauen will, der kann (fast) alle seine Vorstellungen dabei verwirklichen, aber wie sehen die aktuellen architektonischen Trends aus?
Wenn es um Einfamilienhäuser geht, dann wollen die meisten keinen Standardgrundriss mehr und die klassische Raumaufteilung wird als langweilig empfunden. Waren früher Küche, Ess- und Wohnzimmer noch voneinander getrennte Räume, so geht der Trend jetzt immer mehr zum offenen Wohnen. Auch die Wohnküche, die gleichzeitig als Esszimmer diente, muss immer öfter einer kleinen, gut durchdachten Küche weichen, die so in den Wohnbereich integriert wird.
Auch die Treppenhäuser sind keine geschlossen Wohnelemente mehr, sondern werden offen und luftig geplant. Trittstufen statt Setzstufen und auch kleine Podeste lockern das Treppenhaus auf, und wenn es architektonisch machbar ist, dann wird vielfach auch eine offene Galerie geplant.
Das obere Stockwerk ist nicht mehr nur länger den Schlafzimmern vorbehalten, sondern auch das Arbeitszimmer findet heute unter dem Dach seinen Platz. Auch in der ersten Etage ist offenes Wohnen ein Thema. Nach amerikanischem Vorbild sollten es mindestens zwei Bäder sein, wobei das größere Badezimmer einen direkten Zugang zum Schlafzimmer der Eltern haben sollte. Das zweite, kleinere Bad mit Dusche statt Badewanne ist für die Kinder oder die Gäste. Ebenfalls aus Amerika übernommen wurde der begehbare Kleiderschrank, der den klassischen drei Meter Kleiderschrank ablöst.
Auch die Fassaden sind wieder klar und eher nüchtern. Mauerwerk mit Klinkern und Sprossenfenstern, wie sie noch vor rund zehn Jahren modern waren, sind verputzten Fassaden mit großen Fensterflächen gewichen.
Fertighäuser erfreuen sich mittlerweile wieder großer Beliebtheit. Die Fertigbauweise hat gegenüber dem massiv gebauten Haus eine Menge Vorteile. Die Bauzeit ist relativ kurz und vor allem die Kosten lassen sich wesentlich besser kalkulieren als bei einem konventionell gebauten Haus. Auch der Umweltschutz und die niedrigen Kosten für die Energie sprechen auf jeden Fall für ein Fertighaus.